Kleine Hände, große Zukunft im Friseursalon
Kita St. Marien aus Volkmarsen erlebt das Friseurhandwerk aus nächster Nähe
Volkmarsen. Zwölf Kinder der katholischen Kita St. Marien haben einen Nachmittag im Friseursalon Rest verbracht – nicht als Kunden, sondern als kleine Entdecker. Der Besuch fand im Rahmen des bundesweiten Kita-Wettbewerbs „Kleine Hände, große Zukunft“ statt.
Friseurmeisterin Alexia Rest hatte sich im Vorfeld an die Kita gewandt und die Kinder in ihren Salon eingeladen. Den Nachmittag bereitete sie mit viel Sorgfalt vor und nahm sich Zeit, um den Kindern das Friseurhandwerk näherzubringen. Statt nur zuzuschauen, durften die Kinder selbst ausprobieren: In Fühlboxen ertasteten sie Bürsten, Lockenwickler und Haarsträhnen, an Übungsköpfen wurden erste Flechtfrisuren gesteckt, und auch der Platz am Waschbecken wurde getestet. Es wurde gefragt, gelacht und genau hingeschaut.
Der Salon, ein alteingesessener Familienbetrieb in vierter Generation, der im Ort und darüber hinaus bekannt ist, zeigte den Kindern, wie vielseitig der Beruf ist – vom Umgang mit Schere und Bürste bis zum Flechten von Haaren und dem kreativen Ausprobieren mit Spangen und Lockenwicklern.
„Ich wollte den Kindern zeigen, wie lebendig und abwechslungsreich unser Beruf ist“, sagt Friseurmeisterin Alexia Rest, stellvertretende Obermeisterin der Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg. „Friseur zu sein heißt, mit Menschen zu arbeiten, kreativ zu sein und jeden Tag etwas Neues zu erleben. Wenn man das mit Leidenschaft macht, ist dieser Beruf alles andere als langweilig.“
Die Kinder nahmen viele Eindrücke mit zurück in die Kita. Dort entsteht nun ein großes Poster für den Wettbewerb. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine persönliche „Friseur-Urkunde“ mit seinem Namen sowie eine kleine Überraschungstüte – eine Erinnerung an einen besonderen Nachmittag im Salon. „Das war mir besonders wichtig“, sagt Alexia Rest. „Auch meine Großeltern haben bei den Urkunden mitgeholfen – das zeigt, wie viel Herzblut in unserem Handwerk steckt.“
„Solche Einblicke sind für Kinder unglaublich wertvoll“, sagt Maria Krasnikov, Obermeisterin der Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg. „Wir brauchen mehr Betriebe, die jungen Menschen früh zeigen, wie spannend Handwerk sein kann. Nur so können wir nachhaltig Interesse und Begeisterung wecken.“
Der Einsendeschluss für den Kita-Wettbewerb war am 20. März. Insgesamt wurden rund 370 Beiträge eingereicht. Ende Mai tagt die Jury im Haus des Handwerks in Berlin und wählt die Landessieger aus. Diese erhalten ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Auch die teilnehmenden Kitas ohne Platzierung erhalten ein kleines Dankeschön. Die Siegerposter werden im Haus des Handwerks in Berlin digital präsentiert.
Weitere Informationen gibt es bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Telefon 05631 9535100, E-Mail: info@khkb.de.
Foto:
Praxisnaher Einblick: Friseurmeisterin Alexia Rest zeigt den drei- bis sechsjährigen Kindern der Kita St. Marien den Waschplatz – jedes Kind durfte den Friseurstuhl selbst ausprobieren. Der Waschplatz ist dabei selbst ein Stück Familiengeschichte und wird im Salon bereits seit zwei Generationen genutzt.
Foto:
Praxisnaher Einblick: Friseurmeisterin Alexia Rest zeigt den drei- bis sechsjährigen Kindern der Kita St. Marien den Waschplatz – jedes Kind durfte den Friseurstuhl selbst ausprobieren. Der Waschplatz ist dabei selbst ein Stück Familiengeschichte und wird im Salon bereits seit zwei Generationen genutzt.