Ein starkes Fundament für die Zukunft
76 junge Handwerkerinnen und Handwerker feiern ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss
Korbach. Das Handwerk in Waldeck-Frankenberg ist um 76 qualifizierte Nachwuchskräfte reicher. Bei der Gesellenfreisprechung der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg im Lehrbauhof II in Korbach erhielten die jungen Handwerkerinnen und Handwerker ihre Gesellen- und Fachpraktikerzeugnisse – und damit das sichtbare Zeichen für einen wichtigen Meilenstein auf ihrem beruflichen Weg.
Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze sprach von einem „Tag des Stolzes und des Neubeginns“. In seiner Ansprache stellte er die besondere Rolle des Handwerks heraus: Handwerker seien Problemlöser, Gestalter und Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Alltag. Mit ihrem Können schafften sie das „Fundament, auf dem alles andere wächst“.
Mit dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss stehen den jungen Fachkräften viele Wege offen: der direkte Einstieg in den Beruf, eine Spezialisierung, Weiterbildung oder der Meistertitel – und damit auch die Möglichkeit, später einen eigenen Betrieb zu führen. Mütze ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, neugierig zu bleiben, von anderen Disziplinen zu lernen und die eigenen Talente weiterzuentwickeln. Seine Botschaft an die jungen Handwerkerinnen und Handwerker: „Ihr seid unverzichtbar – heute und in Zukunft.“
Für den Landkreis Waldeck-Frankenberg gratulierte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Sein Dank galt zugleich den Meisterinnen und Meistern, den Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben sowie den Berufsschulen, die die jungen Menschen während ihrer Ausbildung begleitet haben. Den Absolventinnen und Absolventen wünschte er Erfolg im Beruf und Zufriedenheit im Alltag und ermutigte sie, ihrem Beruf und der Region verbunden zu bleiben.
Korbachs Bürgermeister Stefan Kieweg rückte die Verantwortung in den Mittelpunkt, die mit dem Gesellenbrief verbunden ist. Dieser stehe nicht allein für eine bestandene Prüfung, sondern auch für das Vertrauen in das Können der neuen Fachkräfte: „Ab heute verlassen sich Menschen auf Sie!“ Nach Ausbildung und Prüfungsstress durfte an diesem Abend aber vor allem gefeiert werden. Kiewegs Aufforderung: „Lasst es heute krachen, ihr habt es euch verdient!“
Für die Handwerkskammer Kassel überbrachte Vorstandsmitglied Jörg Engelhard in Vertretung von Präsident Rolf Limbacher die Glückwünsche der Kammer. „Ohne Sie ist das Handwerk alt“, machte Engelhard die Bedeutung des Nachwuchses deutlich. Mit Blick auf die Babyboomer-Generation, die in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheidet, verwies er auf die Chancen, die sich jungen Handwerkerinnen und Handwerkern dadurch bieten – bis hin zur Übernahme eines bestehenden Betriebes.
Auch Künstliche Intelligenz werde die Arbeitswelt verändern. Für das Handwerk sei sie nach Engelhard jedoch vor allem „ein weiterer Baustein in der Werkzeugtasche“. Dass unter den neuen Fachkräften auch zwölf Frauen ihre Ausbildung in ehemals typischen Männerberufen erfolgreich abgeschlossen haben, griff Engelhard ebenfalls auf. Für ihn ein Beleg für den Handwerkskammer-Slogan: „Egal, wo du herkommst und wer du bist – wichtig ist, wo du hinwillst.“
Sechs Innungsbeste ausgezeichnet
Besondere Anerkennung erhielten die sechs Innungsbesten: Ina Schanze, Maurerin; Oliver Manó Czabai, Kraftfahrzeugmechatroniker; Ole Grüger, Elektroniker; Michel Karlinger, Dachdecker; Johannes Keute, Maler und Lackierer, sowie Kevin Spangenberg, Zimmerer.
Eine besondere Auszeichnung ging an Ina Schanze. Die Maurerin erzielte mit der Note „sehr gut“ die beste Gesellenprüfung des Sommers 2026 über alle beteiligten Gewerke hinweg. Der Lions Club Korbach-Bad Arolsen würdigte ihre herausragende Leistung mit einer Urkunde und einem Geldpreis in Höhe von 250 Euro.
Die Absolventinnen und Absolventen
Elektroniker: Mohamad Omar Alhamwi (Elektro Andres, Battenberg); Dennis Böttcher, Ole Grüger, Nick Siebert (alle Energie Waldeck-Frankenberg, Korbach); Leon Eifler (Elektro Brüne, Sachsenhausen); Agduna Tadesse Heboto (Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach); Leon Reisig, Julian Michael Schiller, Maximilian Schütz (alle Schmitz, Korbach) und Jonas Strackbein (Hans Schilling, Burgwald).
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Pascal Martin Eiselt (Sanitär-Heizung André Franzke, Landau); Tom Marvin Filusch (Emrich Heizungsbau, Bad Arolsen); Destan Kaplan (Energie360, Korbach); Jannes Chris Lehmann (Volker Zarges, Vöhl) und Taha Ugurlu (Viessmann Shared Service, Allendorf).
Tiefbaufacharbeiter: Paul Hermann (Heinrich Rohde, Kassel).
Straßenbauer: Lars Krüger (Marpe Bau, Twiste); Jannis Kesting und Johannes Schulze (beide Joh. Wachenfeld, Korbach).
Maurer: Florian Bieker (Prior, Marsberg); David Butterweck, Fabian Kleine, Tim Sauerland (alle Fr. Fisseler, Korbach); Glen Fink (Nick Albrecht, Vöhl); Maurice Hoffmann (Heinrich Mütze, Frankenberg); Luca Neuhaus (Helfri Bau, Frankenberg) und Ina Schanze (Bauunternehmungen Schneider, Hatzfeld).
Kfz-Mechatroniker: Maximilian Busse (Fritz Faupel, Bad Wildungen); Antonio Juric, Calvin Mattersberger (beide Heinrich Arnold, Korbach); Albert Lang (Autohaus Backhaus, Bad Wildungen); Nik Nazarenus (Alfred Wahl, Korbach); Patrick Rininsland, Leon Simon (beide Paul Witteler, Korbach) und Florian Waste.
Metallbauer: Nick Danel Piecha (Berufsförderungswerk für Handwerk und Industrie, Frankenberg).
Maler und Lackierer: Franziska Becker (Björn König, Willingen); Jamie Shawn Breitenbarth (Lehm und Farbe, Alraft); Joshua Düwel (Davideit und Ulrich, Korbach); Lucas Joel Elmshäuser (Finger Haus, Frankenberg); Jan Hofeditz, Steven Neb (beide Fischhaupt, Vöhl); Johannes Keute (Pfeil, Edertal); Amelie Koch (Bienhaus, Allendorf); Daniela Moos (Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach); Maxim Pohlmann (Göbel, Elleringhausen) und Nathan Speda (Jürgen Kristek, Bad Arolsen).
Fachpraktiker Maler und Lackierer: Doreen Knauf (Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach).
Fahrzeuglackierer: Keno Knöpfel (Lackierzentrum, Burgwald).
Friseure: Cem Bozdogan (Iris Keßler, Frankenberg); Mohamad Mohamad (Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach); Tahiba Momand (Salon Karisma, Frankenberg); Lea Pleißner (Tamara Dingel, Bad Wildungen); Beatrice Schellhorn (Maria Wissemann, Frankenberg) und Zana Sheikh Mustafa (Ümit Kahyar-Tandler, Korbach).
Fachpraktiker für Holzverarbeitung: Julian Bartel (Berufsförderungswerk des Handwerks, Korbach).
Dachdecker: Dan-Elias Anker (Specht, Battenberg); Julian Noel Behrendt (Urff und Demmer, Korbach); Michel Karlinger (Harald Wagener, Bad Wildungen); Jamie Lee Volker Märtens (Friedrich Thomas, Vöhl); Colin Meyer (Erd, Bad Wildungen); Elias Paul (Eckhard Schwickerath, Battenberg) und Pascal Ramp (Weber, Hatzfeld).
Zimmerer: Freya Bergen (Thorsten Gelbach, Hatzfeld); Finn Böhle, Paul Moritz Breske, Nico Louis Tonn (alle Fingerhaus, Frankenberg); Lea-Celine Dittrich (Nolte, Frankenberg); Johanna Green (Wolf Ökohäuser, Frankenau); Tobias Jungkurth (Günther Wilhelmi, Haina); Florian Russ (Kastens Holzbau, Lichtenfels); Angelina Scheer (Wilhelmi-Meisterhaus, Haina); Julian Leander Schmidt (Massivholz Ludwig, Frankenberg); Kevin Spangenberg (Bredemeier und Gräbing, Bad Wildungen) und Bastian van Dyck (Partner-Haus Fertigbau, Medebach).
Bildunterschrift Innungsbeste
Die Innungsbesten: (von links, knieend) Ina Schanze, Michel Karlinger und Oliver Manó Czabai. 2. Reihe ab 3. von links: Johannes Keute und daneben Kevin Spangenberg, Ole Grüger (5. von rechts). Guido Kalbe (links daneben) vom Lions Club Korbach-Bad Arolsen zeichnete die berufsübergreifend beste Gesellin Ina Schanze mit einem Geldpreis in Höhe von 250 Euro aus.