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Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg

Nachrichten

Frankenberg wird OloV-Kommune – Brühl und Heß: „Qualitätsstandards vor Ort maßschneidern“

Artikel vom: 29. August 2013

Schulen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind im Landkreis Waldeck-Frankenberg gemeinsam in der hessenweiten Strategie OloV (Optimierung der lokalen Vermittlungstätigkeit) zur Erarbeitung und Umsetzung von Qualitätsstandards im Übergang Schule-Beruf

tätig. Daran wird sich nun auch die Stadt Frankenberg beteiligen.

Das Waldeck-Frankenberger OloV-Netzwerk, mit Partnern aus den Bereichen Berufsorientierung, Aus- und Weiterbildung sowie Vermittlung, hat schon viel erreicht: Durch OloV wurde beispielsweise der Einsatz des Berufswahlpasses in allen Haupt-, Real- und Förderschulen kreisweit verpflichtend festgelegt. Auch konnte der Schriftverkehr für die Organisation und Abwicklung von Berufspraktika standardisiert und zum Einsatz gebracht werden. Zudem wurde das Thema der Ausbildungsreife zwischen Wunsch und Wirklichkeit in einem vielbeachteten Fachforum diskutiert. Darüber hinaus fanden weitere Veranstaltungen wie zum Beispiel Eltern-Workshops zum gesamten Themenkomplex Berufsorientierung statt.

Von der Einbindung eines Mittelzentrums wie Frankenberg erhofft man sich nun eine stärkere Verankerung des Projekts in den Kommunen vor Ort, erklärt der Regionalkoordinator des bei der Kreishandwerkerschaft angesiedelten Projekts, Gerhard Brühl: „Niedrigschwellige Angebote zur Berufsorientierung müssen dort geschaffen werden, wo die Zielgruppe der verschiedenen Maßnahmen leichter zu erreichen ist. Daher wollen wir OloV praktisch erlebbarer machen und als Netzwerk auf der lokalen Ebene, nicht nur an der Spitze des Landkreises und der betreffenden kreisweiten Organisationen und Institutionen, verankern.“

So entstand laut Gerhard Brühl die Idee zum Konzept „OloV-Kommune“, denn zur Erreichung des Ziels soll Dezentralität geschaffen werden. Frankenberg mit Sitz vieler bedeutender Bildungseinrichtungen sei dabei bestens als OloV-Kommune geeignet: „Das OloV-Netzwerk erhofft sich durch die Einbindung der Stadt Aktivitäten zur Optimierung des Übergangs Schule-Beruf in Frankenberg. Beispielsweise könnte das Familienstadt-Projekt Anknüpfungspunkte bieten.“

Das sieht auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß so: „Frankenberg braucht Strategien gegen den Fachkräftemangel. Maßnahmen zur Berufsorientierung und die gemeinsame Erarbeitung verbindlicher Qualitätsstandards sind wichtige Instrumente dafür. Ich bin mir sicher, dass wir als Stadt dem OloV-Netzwerk viele wichtige Impulse geben und einige Türen öffnen können.“

Brühl und Heß sind sich einig, dass wirksame Maßnahmen zur Bewältigung des Fachkräftemangels nur mit Einbindung der lokalen Ebene geschaffen werden können: „In einem Flächenkreis wie Waldeck-Frankenberg sind dezentrale Maßnahmen wichtig. Dadurch können OloV-Qualitätsstandards passgenau auf die Gegebenheiten vor Ort maßgeschneidert werden.“

Die Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Einbindung Frankenbergs in das OloV-Netzwerk und die Benennung der Stadt als erste OloV-Kommune soll demnächst erfolgen.


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