zum Textanfang | zur Themenavigation

Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg

Agentur für Betriebsübergabe

Bild/Grafik

Derzeit geht jährlich eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen verloren, weil Betriebe aus Altersgründen geschlossen werden. Die BetriebsinhaberInnen haben keine geeigneten NachfolgerIn, die Suche auf dem Markt nach potentiellen Nachfolgern ist entweder gar nicht oder zu spät versucht worden oder erfolglos verlaufen.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg gibt es derzeit 128 Handwerksbetriebe, deren Betriebsinhaber/Innen bereits über 55 Jahre alt sind und die ihren Betrieb mittelfristig schließen werden. Geht man davon aus, dass ein Kleinbetrieb durchschnittlich fünf Mitarbeitende und einen Auszubildenden beschäftigt, so werden hier mittelfristig über 700 Arbeits-/ Ausbildungsplätze verloren gehen.

Es bestehen derzeit Beratungsangebote durch Steuerberater, Rechtsanwälte, Betriebsberater der Handwerkskammer sowie Wirtschaftsförderer. Diese Angebote werden von Unternehmern in Anspruch genommen, die bereits einen Nachfolger gefunden haben und die die Abwicklung des Betriebes konkret durchführen möchten. Sie greifen jedoch nicht im Vorfeld und setzen einen aktiven Entscheidungsprozess voraus.

Der Entscheidungsprozess erfolgt jedoch nur in Ausnahmefällen aktiv und bewusst. Hier setzt das neue Beratungsangebot der Kreishandwerkerschaft an. Betriebe werden frühzeitig direkt angesprochen und für das Thema Übergabe sensibilisiert.

Der Berater der Agentur Roland Marx führt dann die Einleitung und Umsetzung der Übergabe durch. Dazu gehört die Erstellung eines Übergabekonzeptes, in dem detailliert festgelegt wird, wer zu welchem Zeitpunkt welchen Beitrag zum Gelingen der Nachfolgeregelung leistet. Die gesamte Übergabephase wird entlang einer Zeitschiene geplant und vorbereitet. Sie dauert üblicherweise zwei bis drei Jahre.

Unternehmensnachfolgeberatung – Bandbreite der Beratungsleistungen

1. Schritt: IST-Bewertung und Prüfung der Unternehmensperspektive

  1. IST-Bewertung der Unternehmenssituation
    • Wirtschaftliche Entwicklung
    • Dienstleistungen/Produkte
    • Organisation/Mitarbeiter
    • Markterfolge/Zielkunden
    • Analyse der Verbindlichkeiten
    • Prüfung der Altersversorgung
  2. Bewertung der unternehmerischen Pers- pektive
    • Hat das Unternehmen eine Zukunft?
    • Wie entwickeln sich die Zielmärkte?
  3. Ermittlung des Unternehmenswertes in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater
  4. Empfehlung von Maßnahmen zur Optimierung der IST-Situation, unabhängig von der Nachfolgeart
  5. Feststellung der Unternehmenskultur

Schritt 2: Empfehlung der Nachfolgeart

  1. Prüfung der Kompetenzen/Vorstellungen möglicher Nachfolgekandidaten
  2. Aufnahme/Bewertung der Vorstellungen des jetzigen Inhabers
  3. Aktiver Einbezug der Steuerberater, Banken/Sparkassen
  4. Prüfung Förderprogramme für den Übernehmer
  5. Empfehlung der Nachfolgeart und Unterstützung bei der Suche
    • Familienmitglied
    • Mitarbeiter
    • Externer Interessent
    • Verkauf
    • Stillegung

Schritt 3: Umsetzung der Unternehmensnachfolge

  1. Gesamtmoderation der Nachfolgeumsetzung
  2. Nachfolgeplanung und Umsetzungsberatung
  3. In Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Rechtsanwalt Erstellung der relevanten Verträge
  4. In Zusammenarbeit mit dem Steuerberater Prüfung der steuerlichen Möglichkeiten
  5. Coaching des Nachfolgers optional möglich

Anmerkung zur Beratung: Steuerliche und rechtliche Beratungen dürfen von Steinbeis nicht vorgenommen werden. Bei Beratungsbedarf wird auf den Steuerberater und Rechtsanwalt des Unternehmens in der Regel zurückgegriffen.

Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen 01.06.2012

Kontakt:

Silke Nagel

Silke Nagel
Abteilungsleiterin KH Tarif-/Lehrlingswesen
Christian-Paul-Str. 5
34497 Korbach
Telefon 05631 9535 141
Fax 05631 9535 7141
Email nagel@khkb.de
VCard Outlook-VCard

Bild/Grafik: Förderinformationen

« zur Übersicht


nach oben drucken